Die Gefahr im Essen

8 09 2011

In den letzten Wochen ist ein Thema deutlich zu kurz gekommen: Gesundheit. Es ist ja nicht nur interessant zu wissen wie man im Alltag die Umwelt schützen kann, sondern es ist ja auch wichtig, dass das was ich zu mir nehme auch meinem Körper nicht schadet.

In einem sehr aufschlussreichen Artikel der Zeitschrift „Welt der Wunder“ (Ausgabe 9/11) wird ausführlich erläutert auf welche Art und Weise Lebensmittel krank machen können. Weitere Informationen lassen sich auf den Webseiten von weltderwunder.de nachlesen. In dem Artikel werden 9 Inhaltsstoffe als Krankmacher identifiziert, welche ich in Kürze zusammenfassen will:

  • künstliche Süßstoffe wie zum Beispiel Aspartam (E951) oder Saccharin verwirren den Körper mit falschen Informationen: Es wird süßer Geschmack wahrgenommen aber es gibt keine Energie in Form von Kalorien. Irgendwann ignoriert das Gehirn die Süßbotschaft komplett und verlangt nach immer mehr Essen. Die Folge: starkes Übergewicht.
  • Phosphorsäure wie sie z.B. in Cola vorkommt wird zur Säuerung und zum haltbar machen eingesetzt. Sie kann aber die Einlagerung von Kalzium im Körper verhindern und damit Knochen brüchig machen und das Risiko für Osteoporose erhöhen. Bei regelmäßigem und viel Cola Konsum wurden eine bis zu 5,4% geringere Knochendichte nachgewiesen.
  • Der Geschmacksverstärker Glutamat, auch E621-E625, Carragen, Maltodextrin, Weizenprotein, Hefeextrakt oder Trockenmilcherzeugnis genannt führt bei Überdosis zum Absterben von Nervenzellen. Glutamat kann neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer, Multiple Sklerose und Parkinson fördern. Außerdem wirkt Glutamat laut Studien auch als Schleuser (durch den Magen) für Bakterien, die dann im Darm eine Lebensmittelvergiftung hervorrufen können.
  • Diacetyl, auch als künstliches Aroma (bei Margarine, Backfett, Ölen und Kochsprays) oder künstliches Butteraroma bezeichnet scheint Bronchiolitis obliterans auszulösen, bei dem ein schleimiger Film die Lungenbläschen verstopft. Diacetyl wird unter anderem für Popcorn verwendet. In den USA werden selbst niedrige Dosen als bedrohlich eingestuft.
  • Schwefelstoffe, genauer gesagt Sulfite wie z.B. Natriumdisulfit (E223) ermöglichen die übermäßige Vermehrung von Desulfovibrio-Bakterien. Diese lösen sogenannte löchrige Darmwände (Leaky-Gut-Syndrom) aus welche dann keinen Schutz mehr vor Krankheitserregern bieten. Verwendet wird Natriumdisulfit unter anderem in Trockenfrüchten, Fertigpüree, Wein oder Hamburgern.
  • Die Chemikalie Chlorpyrifos, ein Insektizid im Obst-, Wein– und Gemüseanbau unterbricht die Signalübertragung zwischen Nervenzellen. Daher beeinflusst Chlorpyrifos den IQ und die Denkleistung (vor allem bei Schülern). Lebensmittel zu waschen hilft leider nichts, da die Chemikalie Teil der inneren Struktur der Pflanze wird.
  • Eine Sorte Zuckerkulör behindert Lymphozyten (weiße Blutkörperchen). Die Folge: Anfälligkeit für Krankheiten aller Art. Der (braune) Farbstoff der auch Ammoniak-Zuckerkulör oder E150c genannt wird entsteht durch erhitzen von Zucker mit verschiedenen Reaktionsbeschleunigern und steckt in Tiefkühlfrikadellen, Brot oder Süßigkeiten.
  • Weichmacher, auch bezeichnet als Endokrine Disruptoren und im speziellen der Weichmacher Bisphenol A, wirken im Körper wie falsche weibliche Sexualhormone. Sie können zu Fehlbildungen der Hoden bei männliche Föten und genetischen Veränderungen in den Milchgängen bei Frauen führen. Die Stoffe sind in Mineralwässern zu finden und manche wie Bisphenol A lösen sich aus Kunststoff-Flaschen.
  • Acrylamid und sein Abbauprodukt Glyciamid werden den Lebensmitteln nicht beigesetzt, sondern entstehen beim Backen, Braten oder Frittieren. Erst durch erhitzen bei über 120 Grad entsteht Acrylamid und je höher die Temperatur, desto schädlicher. Der Stoff wird vom Körper nicht als Fremdstoff erkannt und verteilt sich im ganzen Organismus. Acrylamid und Glyciamid können das Erbgut ändern und schädigen und zu bösartigen Tumoren führen.

Dieser Artikel kann einem richtig Angst einjagen. Aber die Fragen die sich mir jetzt stellen sind: Wie gefährlich sind diese Stoffe wirklich, also ab welcher Dosis wird es kritisch und wie weit ist eine typische tägliche Dosis davon entfernt? Wieviel Wein, Cola und Mineralwasser müsste ich wirklich trinken um krank zu werden? Und dann… wie kann ich diesen Stoffen aus dem Weg gehen? Gibt es zum Beispiel auch Wein ohne Natriumdisulfid? Kann man diesen Stoffen überhaupt komplett aus dem Weg gehen? So wie ich die Aussagen in dem Artikel verstehe sind zumindest einige dieser Stoffe besonders deshalb gefährlich weil sie sich über ein Leben lang im Körper anreichern und auch von Müttern an ihre ungeborenen von einer Generation an die nächste weiter gegeben werden. Solange bis eine der Krankheiten ausbricht. Daher wüsste  ich auch gerne was ich tun kann um diese (Gift-)Stoffe wieder aus meinem Körper zu bekommen.

Und wer weiß, vielleicht ist das ja auch alles nur eine übertriebene Darstellung, die nicht wirklich mit den realen Bedingungen sondern vielmehr mit Laboruntersuchungen zu tun hat.

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7 responses

8 09 2011
Artemys

Halt – Carrageen ist kein Geschmacksverstärker sondern ein Verdicker bzw. Stabilisator für Milchprodukte. Es wird aus Algen gewonnen und das einzige Problem ist meines Wissens, dass es Menschen gibt die darauf mit Durchfall reagieren. In fast allen industriell gefertigten Süßrahmprodukten ist Carrageen.
Zu den Geschmacksverstärkern ist noch zu sagen, dass es leider kaum einen Metzger und kaum einen Restaurant-Koch gibt der sie nicht verwendet.

9 02 2012
Julia

Interessante Artikel, bin grade auf den Blogg gestoßen und finde den echt klasse. Grade wir Verbraucher müssen uns gut informieren über unsere Lebensmittel…..

29 11 2012
drachenk.

glutamat und trockenmilcherzeugnisse sind sicher zwei versch. dinge. da muss dir ein fehler unterlaufen sein..

4 12 2012
bre3za

Also allein der Punkt mit den Süßstoffen ist wissenschaftlich schlicht nicht bewiesen. Das Gerücht hält sich zwar, aber bisher habe ich noch keine methodisch gute Studie gesehen, die das bestätigt. Welt der Wunder sollte also wohl insgesamt kritsch gelesen werden…

13 12 2012
Alba

Bisphenol A ist kein Weichmacher, sondern Ausgangsstoff zur Synthese polymerer Kunststoffe.
Ansonsten guter Beitrag!

24 07 2013
Michelle

Traurig aber wahr. Ich weiß mittlerweile zu viel über das Thema, dass ich wirklcih kaum noch etwas mit Genuss esse udnd auf vieles verzichte. Ich hoffe wenigstens es lohnt sich und ich bleibe gesund. mal sehen wann der nächste Lebensmittelskandal kommt 😦

12 01 2014
fjoer

Ja, manchmal wird uns durch die Medien echt Angst gemacht und im nächsten Moment sehen wir eine glückliche Familiengeschichte, die sich als Fast-Food-Werbung entpuppt. Ich finde es gut, wenn wir ein Bewusstsein für Essen entwickeln, wir versuchen auf unseren Körper zu hören: warum fühlen wir uns nach bestimmtem Essen schlapp und nach anderem nicht? Ich denke seine Prioritäten anzupassen ist ein guter Weg. Nun voller Angst zu leben und keinem Essen mehr zu trauen, kann auch nicht gesund sein. Wenn man anfängt mehr und mehr Bio zu kaufen, keine 500 g Fleisch für 2 € verzehrt, kommt man vielleicht beim nächsten Wochenendsausflug mal auf die Idee, zu einem Bauernhof zu fahren und dort direkt vom Bauern gute Produkte zu kaufen usw… ich glaube auf die Art kann man sich nach und nach dahinarbeiten mehr und mehr die Inhaltsstoffe der Dinge zu kennen, die man verzehrt. Schon absurd, dass das so schwierig geworden ist.

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