Unsere Ozeane in Gefahr

14 07 2011

Da aktuell die Nachrichten voll sind mit den neuen Hiobsbotschaften über unsere Weltmeere, kann ich es mir nicht nehmen lassen mir die Sache genauer anzuschauen. Palmöl muss einmal kurz warten.

Beim durchstöbern durch die Artikel finde ich zwei Berichte:

1. den Weltrisikobericht 2011, der sich mit der Frage beschäftigt wo Naturkatastrophen in Zukunft wahrscheinlich großen (humanitären) Schaden anrichten.

2. Den Worlds Ocean Review 2010 (WOR), der versucht eine möglichst realistische Einschätzung des Zustands der Meere bereitzustellen.

Zukunftsprognose für unsere Meere

Zukunftsprognose für unsere Meere laut WOR

Ausgerechnet der WOR schreibt: „Der hier dargestellte Stand gibt häufig Anlass zur Sorge. Der Ausblick auf mögliche Entwicklungen und Konsequenzen der weiteren Übernutzung und Verschmutzung der Meere kann diese Sorge leider nur verstärken.“ Die Themen die genannt werden sind relativ deutlich:

  • Eisschmelze in der Arktis, auf Grönland und in der Antarktis
  • Anstieg des Meeresspiegels: Der Meeresspiegel ist in etwas mehr als 100 Jahren um rund 20 cm gestiegen – ein Mehrfaches dessen, was es in den vorangegangenen 2000 Jahren gegeben hat. Aktuelle Prognosen stellen bis Ende dieses Jahrhunderts sogar 180 cm Steigung in Aussicht.
  • Freisetzung von Methan am Meeresgrund: bei einer gleichmäßigen Erwärmung des Ozeans um 3 Grad Celsius könnten circa 85% des Methans vom Meeresboden ins Meer freigesetzt werden. Dies hätte deutliche Auswirkungen auf die Entwicklung des künftigen Klimas.
  • Artensterben: Es gibt Anzeichen, dass bald das größte Artensterben seit rund 55 Millionen Jahren einsetzt.
  • Klimawandel: Die Ozeane erwärmen sich und versauern weil sie Kohlendioxid aus der Luft aufnehmen. Das führt dazu dass sie noch schneller versauern und dadurch weniger CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen können.
  • Überfischung: die Bestände einiger kommerziell wichtiger Fischarten sind um mehr als 90 Prozent reduziert worden
  • Überdüngung: Durch die großen Nährstoffmengen in den Küstengewässern werden die Produktion und der Abbau von organischem Material unnatürlich verstärkt. Wenn sich dadurch toxische Algen ausbreiten, vergiften diese nicht nur die Lebewesen im Meer, sondern gelangen über die Nahrungskette zum Menschen
Prognose zum Anstieg des Meeresspiegels

Prognose zum Anstieg des Meeresspiegels laut WOR

Die Bedeutung für uns Menschen wird in einem der Artikel klargestellt:

„In vielen Regionen hängt die Ernährung der Menschen von Fisch und anderen Meerestieren ab. Plankton produziert einen wichtigen Anteil des Sauerstoffs, und bislang puffert das Meer, weil es Kohlendioxid aufnimmt, den Klimawandel ab.“

Die schlimmste Befürchtungen beziehen sich aber auf den Anstieg des Meeresspiegels. Zwei Drittel der Menschheit leben weniger als 50 Kilometer von einer Küste entfernt – für sie könnte sich das Sturmflutrisiko in Zukunft erhöhen. Insbesondere in ärmeren Ländern wären Hunderte Millionen Menschen von immer häufiger auftretenden Überflutungen bedroht

Menschen und Meer

Wir Menschen leben nah am Wasser - Quelle: WOR

Die Forscher nennen einige Lösungen die uns helfen sollen die Weltmeere aber vor allem die Menschen die von den Meeren abhängen zu Retten:

  • Den Ausstoß Klima-relevanter Gase erheblich drosseln. Und am besten noch heute in CO2-arme Technik investieren.
  • Nur noch langfristig nachhaltiger Fischfang
  • Schadstoffe sollten möglichst gar nicht mehr ins Wasser geleitet werden
  • auf Rohstoffgewinnung im Meer sollte bestenfalls ganz verzichtet werden – oder sie muss zumindest streng reguliert sein.

Ich frage mich nur was ich persönlich dazu beitragen kann die Weltmeere zu retten. Was ist mein alltäglicher Anteil? Gut CO2 reduzieren wäre wahrscheinlich ein Anfang. Aber ich hab mein Auto ja eh bereits abgeschafft und fahre zur Zeit nur Bahn (Da kann ich meine Zeit wenigstens nutzen 😉 – als Berater ist einem ja eh egal wo man arbeitet). Also wo kann ich noch ansetzen? Ich glaube ich muss mir die einzelnen Themen auch mal genauer anschauen.

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